Bisherige Ausstellungen

Heiner Thiel (WS 2000/01)  
Heiner Thiel (Jahrgang 1957) lebt in Mainz und hat an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz und an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste, Städelschule in Frankfurt/Main bildende Kunst studiert. Neben vielbeachteten Ausstellungen wurden ihm in den letzten 15 Jahren zahlreiche Förder- und Kunstpreise und zwei Lehraufträge an der California-State-University Chico/USA verliehen.
In seinen jüngsten Werken beschäftigt sich der Bildhauer Heiner Thiel, wie schon in früheren Arbeiten, mit der Wahrnehmung von Form und hier insbesondere mit dem Quadrat. Das Zusammenspiel von Metall und Farbe schafft einen virtuellen Farbenraum, den dem Betrachter entgegenleuchtet. Als abgeschlossene und selbst Raum verdrängende Gegebenheit bekunden die Skulpturen von Heiner Thiel eine deutliche Abkehr von den traditionellen Ideen von Tafelbild und Skulptur und begeben sich auf den Weg in eine neue Kategorie der Wahrnehmung.


    Jürgen Möbius (SS 2001)  
    Jürgen Möbius, Jahrgang 1939, hat am Hochschulinstitut für Kunst- und Werkerziehung Mainz und an der Universität Mainz (Philosophie und Kunstgeschichte) studiert und lebt bei Mainz. Seit vielen Jahren stellt er regelmäßig im In- und Ausland aus, viele seiner Arbeiten befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen. Die Bilder von Jürgen Möbius sind analytisch angelegt, sofern man den Entstehungsprozess exponiert und den Umstand besonders betont, dass ihre thematische Behandlung generell in Werkreihen erfolgt. Sie sind Synthesen im Einzelfall und stehen in der Tradition des l’art pour l’art-Begriffes…
    Nachdem der Künstler … den Einfluss der europäischen und amerikanischen combines in seinen Objekten verarbeitet hatte, und eine gewisse Zeitlang einen intellektuellen Bildansatz als wesentlich erachtete, gewann sehr schnell die Qualität der Malerei (Hand in Hand mit den optischen Eigenschaften der verwendeten Materialien) und die der eigenen Formensprache einen höheren Stellenwert. Sie sind produktbestimmend… Damit weist Jürgen Möbius in seiner sublimen Verschmelzung von gegenständlichen und abstrakten Bildelementen die Möglichkeit neuer Formsynthesen nach, die die intellektuelle Erfahrbarkeit und sinnliche Perzeption als gleichwertig behandeln.
    (Wolfgang Zemter, im Vorwort der Monografie „Jürgen Möbius“, Druckverlag Kettler, Bönen 1999, Hrsg. Wolfgang Zemter)


      Klaus von Gaffron (WS 2001/2002)  
      Klaus von Gaffron, Jahrgang 1946, hat nach einem Besuch des Humanistischen Gymnasiums in Straubing an der Akademie der Bildenden Künste in München studiert.
      Seit 1978 organisierte er als Gründer und Mitarbeiter mehrerer Foren für zeitgenössische Fotografie eine Reihe von nationalen und internationalen Fotoausstellungen. 1991 wurde er zum Ersten Vorsitzenden des Berufsverbandes Bildender Künstler München und Oberbayern gewählt. Seine eigenen Fotoarbeiten stellt er seit den 70er Jahren regelmäßig im In- und Ausland aus.
      Ganz lapidar „Fotobilder“ nennt Klaus von Gaffron seine Tableaus und Fotoserien aus den letzten Jahren. Dieser Titel bedarf einer Erklärung, bezeichnet er doch weder eine raffinierte Manier, mit deren Hilfe die technischen Möglichkeiten der Fotografie ausgelotet werden sollen, noch spielt er auf die vergangene Kunst der „Piktioralisten“ an, Bilder mit der Kamera zu malen.
      Klaus von Gaffrons „Fotobilder“ wollen von der Welt nicht Besitz ergreifen, sondern das vielfältig ambivalente Verhältnis von „Bild“ und „Wirklichkeit“ thematisieren. Durch den Bildausschnitt, die Verfremdung durch bewußte Unschärfen und den steten Wechsel der Blickpunkte wird ein Zwischenreich der Mehrdeutigkeiten und Täuschungen geschaffen. Wir fragen uns, ob die fragmentierten Gegenstände Naturformen widerspiegeln oder längst durch synthetische Produkte der Warenwelt substituiert worden sind. Verdichtet und in neue Zusammenhänge gestellt werden diese Bildwelten durch ihre serielle Präsentation in Form von Reihen und Tableaus.

      Andreas Kühne


        Pia Mühlbauer – Zeichnungen (SS 2002)  
        Seit vielen Jahren arbeitet Pia Mühlbauer mit schwarzer, seltener roter Ölkreide auf Papier. Die Zeichnungen der in Amschwang lebenden Künstlerin wirken sehr expressiv. Sie rufen Assoziationen beim Betrachter hervor, werden jedoch niemals konkret.
        Die Anregungen für ihre Arbeiten holt sich die Künstlerin aus der Natur, meist der heimatlichen Umgebung des Bayerischen Waldes. Diese werden dann durch Fläche, Linien, monolithische Formen und Formzusammenhänge, kontrastreiches Hell und Dunkel, Raum und Tiefe in bildnerische Tatsachen verwandelt. Die großformatigen Zeichnungen erinnern an anorganische Formen. Sie sind von Stimmungen geprägt, die den Betrachter tief berühren. Ungeformte Erfahrungen – sinnliches und gedankliches Wahrnehmen – werden klärend ausgeformt, als Bild sichtbar gemacht.
        Pia Mühlbauer studierte Freie Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste in München. 1994 erhielt sie den Bayerischen Staatsförderungspreis für Bildende Künstler, seit 1980 hatte sie zahlreiche Ausstellungen, unter anderem in Passau, München, Wien, Budapest, Zagreb und Linz. Seit 1999 hat sie eine fortlaufende Lehrtätigkeit an der Fachakademie für Holzgestaltung in Cham inne. Pia Mühlbauer war von 2001-2002 Stipendiatin des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia, das jetzt in Zusammenarbeit mit dem coe die Werke der Künstlerin ausstellen wird. Die Werke sind vor allem während ihres einjährigen Aufenthaltes im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia entstanden.


          Christine Gruber (WS 2002/03)  


            Wolfgang Schröder (SS 2003)  


              Robert Schwarz (WS 2003/04)  
              Robert Schwarz hat sich in seinem künstlerischen Arbeiten von Beginn an religiösen Themen geöffnet. Dies gilt auch für Arbeiten, die vordergründig nichts mit einem religiösen Anspruch zu tun haben, wie etwa die große Arbeit „Sternenhimmel“ oder auch die Arbeiten zu Hölderlin. Dennoch sind in besonderer Weise die „Stundenbücher“ ein wichtiges Dokument seines Anliegens. Zum Teil kommen die Bilder frech daher und setzen gegen den Text eigene Akzente. Im Jahr der Bibel sind es die Arbeiten von Robert Schwarz, die uns unser Verhältnis zu diesem Buch neu überdenken lassen. Mit seiner Farbigkeit, ja dem bewussten Einsatz der Farbe Gold stellt er sich in die Tradition mittelalterlicher Buchmalerei – er, der selbst als der Maler unter den Lithographen gilt. Robert Schwarz wurde 1951 in Ludwigshafen geboren. Seine Werke haben Eingang gefunden in alle großen Sammlungen und Museen der Welt, u.a. Museum of Modern Art (New York), Victoria and Albert Museum (Wien), Library of Congress (Washington) und Germanisches Nationalmuseum (Nürnberg). Seine Arbeiten werden in einem sehr aufwendigen Druckverfahren kreiert – ein Malen mit dem Lithostein – Künstlerbücher in einer kleinen Auflage, z.T. als Unikate. Zu seinen künstlerischen Vorbildern gehören Robert Rauschenberg, und Jasper Johns, beide herausragende Vertreter der Pop Art.


                Joachim Kreiensiek (WS 2004/05)  
                Joachim Kreiensiek, Maler aus Mainz des Jahrgangs 1961, hat sich auf wenige Themen zurückgenommen, die seine Profession ausmachen. Zwei dieser Arbeitsgruppen präsentiert er in Auswahl: Da gibt es zum einen die Stadtkarten, eine auf grafische Elemente reduzierte Umsetzung eines Stadtplanes. Da gibt es zum anderen die dem Computer als Vorbild entnommenen Lötplatinen. Die Stadtkarten haben durchaus kartografische Genauigkeiten, sind farblich reduziert und fast in den Schattierungen zwischen Schwarz und Weiß gehalten, um den Kern, das Wesentliche herauszuheben. Extrem im Umgang mit den beiden Farben und der Polarität arbeitet Kreiensiek bei den Computerbildern, deren konkret konstruierte Farbfolgen fast wie geheimnisvolle Reihungen von Fenstern oder Einblicken daherkommen, denen letztlich trotz des Kontrastes der Glanz fehlt.


                Franziskus Wendels (WS 2005/2006)  
                Franziskus Wendels (geb. 1960) hat schon als Student in Mainz und Montpellier seinen eigenen unverwechselbaren Stil gefunden. Die Städtelandschaft hat von Beginn an eine Bewegung erfahren, die teils durch eigene Dynamik wie bei den Karusselbildern, teils durch die Ansicht vom Flugzeug aus beispielsweise, in jedem Fall von großer Distanz herrührt. Das zweite große Thema ist das Licht, dem sich Wendels unterschiedlich nähert, sei es mittels der Strukturierung der unterschiedlichen Kronleuchter Bambergs, sei es im Wechselspiel erleuchteter oder dunkler Fenster einer Fassade. Dass sich der Theologe, Philosoph und Kunsthistoriker zudem in abstrakter Weise religiösen oder gar transzendenten Fragen zuwendet, ist nicht verwunderlich; eine Darstellung des Kreuzweges ist besonders eindringlich, weil der Künstler den Betrachter zur Meditation zwingt. Franziskus Wendels war 1998/99 Stipendiat des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia; seine Preise und Stipendien zeugen von internationaler Anerkennung.


                Bernd Zimmer (SS 2008)  
                Bernd Zimmerwurde am 6. November 1948 in Planegg bei München geboren. Nach seinem Studium erhielt er 1978 das Karl-Schmidt-Rotluff-Stipendium. Es folgten weitere Stipendien und Studienaufenthalte im Ausland. Ab 1972 unternahm er viele ausgedehnte Reisen nach Süd- und Nordamerika, den asiatisch- pazifischen Raum, Indien, Nordafrika und durch Europa. Diese Reisen, besonders die in die entlegenen Gebiete der Erde sind für Zimmer „eine Suche nach dem Ursprung des Daseins“. Nach der Rückkehr einer mehrmonatigen Reise durch Mexiko und den Süden der Vereinigten Staaten beginnt Bernd Zimmer als Autodidakt mit der Malerei. Bernd Zimmer arbeitet und lebt in Polling (Oberbayern) und Monteventano (Emilia Romagna, Italien), war einer der prominenten Vertreter der „Neuen Wilden“ und zählt heute zu den renommierten Malern der Bundesrepublik Deutschland. Zimmer hat eine Vorliebe für große Bildformate sowie die Verwendung von reinen Grundfarben, die er direkt auf den Malgrund aufträgt. In den Bildern verarbeitet er immer wieder die Eindrücke seiner Reisen. Er beschäftigt sich mit der Landschaftsmalerei, die ein Teil seiner Auseinandersetzung mit religiös-philosophischen Themen sind.


                Werner Knaupp: Westmännerinseln (WS 2009/10)  
                Werner Knaupp, 1936 in Nürnberg geboren, studierte ebenda an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, wo er auch von 1986 bis 2001 eine Professur für Malerei innehatte. Seit Mitte der 1960er Jahre unternahm er immer wieder Reisen in extreme Landschaften. Wüsten, Vulkane, Berge und das Meer gehören seither zu seinen bevorzugten und in mehreren Zyklen verarbeiteten Motiven. Feder-, Kohle- und Kugelschreiberzeichnungen gehören zu seinem Werk, ebenso wie Pastelle, Aquarelle, Gouachen und Acrylmalerei. Die Verwendung der Materialen ist dabei abhängig von den verschiedenen Schaffensphasen des Künstlers. Von 1982 bis 1987 arbeitete er gemeinsam mit dem Schmiedemeister Hans Hahn an Eisen-Skulpturen. Sowohl seine Arbeit als Hilfspfleger im Nervenkrankenhaus Bayreuth (1977/78), als auch die existenziellen Erfahrungen, die er kurz darauf bei seiner Arbeit im Sterbehaus der Mutter Teresa in Kalkutta (1979) und im Krematorium Nürnberg (1980) gesammelt hat, haben sich in seinem künstlerischen Schaffen niedergeschlagen. Seine Bilder mit dem Thema „Verbrennungen“ und die Serie der Aschebilder zeugen von Krankheit, Sterben und Tod. Seit 2002 arbeitet er vor allem an großformatigen Acrylbildern von Landschaften. Seit 1965 werden seine Werke deutschlandweit in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, so z.B. 1977 bei der documenta 6 oder auch 1983 n einer Einzelausstellung in der Neuen Nationalgalerie Berlin. In Bamberg war er 2002 und 2004 in den gemeinsam veranstalteten Ausstellungen der Erzdiözese Bamberg und des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia vertreten. Seit 2004 ist er Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Heute lebt und arbeitet Werner Knaupp in Ernhofen bei Nürnberg. Eine ausführliche Biografie sowie Eindrücke von seinem Werk finden sich unter www.wernerknaupp.de.


                Christiane Schlosser (WS 2010/11)  
                Die Malerin Christiane Schlosserlebt in Berlin. Sie ist Schülerin von Georg Baselitz. Von ihm hat sie nicht die große Geste übernommen, sondern sie füllt ihre Leinwände und sonstigen Bildträger mit zarten gegenständlichen oder abstrakten Zeichen, die durch ihre Reihung eine besondere Eindringlichkeit erhalten. Das gilt auch,wenn sie zu farbigen Feldern, gar Linien reduziertwerden.
                Kurzbiographie

                1960 geboren in Viernheim
                1980 – 1982 Studium an der HfbK Hamburg bei Gustav Kluge und Georg Müller
                1983 – 1986 Studium an der HfbK Berlin bei Georg Baselitz
                1989 Stipendium des Landes Rheinland-Pfalz im Künstlerhaus Edenkoben
                1990 Stipendium der Akademie Schloss Solitude Stuttgart
                1991 1. Preis für Malerei des Bezirksverbandes Pfalz (Pfalzgalerie Kaiserslautern)
                1993 1. Preis für Malerei der Sport-Toto GmbH
                1994 Daniel-Henry-Kahnweiler-Preis
                1994 – 1996 Lehrbeauftragte für Malerei an der Fachhochschule für Gestaltung Pforzheim
                2006 Projektstipendium des Künstlerhauses Schloss Balmoral in Bad Ems
                2006 Kunst am Bau – Projekt: Geozentrum der Universität Trier
                2009 –2010 Lehrauftrag für Zeichnen an der Hochschule für Künste Bremen

                Arbeiten u.a. im Besitz der Städtischen Kunsthalle Mannheim, der Pfalzgalerie Kaiserslautern sowie des Kultusministeriums RheinlandPfalz (Landesmuseum Mainz), Deutsche Bank, NBK Artothek Berlin, Kupferstichkabinett Berlin, Graphische Sammlung des Städel Museums Frankfurt a.M. Regelmäßig Ausstellungen in wichtigen Museen sowie öffentlichen wie privaten Galerien, so Städtische Galerie Villa Streccius (Landau), Scharpf Galerie des Wilhelm-Hack-Museums (Ludwigshafen), Museum Folkwang (Essen), Städtische Kunsthalle Mannheim, Künstlerhaus Schloss Balmoral (Bad Ems, Galerie Nord, Berlin, Arp Museum, Remagen), Devening Projects Chicago, Galerie Kasten Mannheim, Badischer Kunstverein Karlsruhe, Galerie Peter Zimmermann Mannheim, Galerie Pels-Leusden Berlin, Galerie Inga Kondeyne Berlin, GalerieOlschewski&Behm Frankfurt a.M., Galerie Linda Treiber Ettenheimmünster.


                Anton Kokl (WS 2011/12)  
                Der Künstler aus Mainz Anton Kokl (geb. 1949) arbeitet in Zyklen. Preise wie das Villa Massimo-Stipendium in Rom, das in der Cité Internationale des Artes in Paris oder das Burgund-Stipendium der Stiftung zur Förderung der Kunst in der Pfalz haben stets seine Arbeitsweise entscheidend verändert. Vom traditionellen Bild löste er sich immer mehr, nicht zuletzt unter dem Einfluss von Photographie und Film. Nach einer Zeit der räumlichen Ausweitung kehrt der Künstler zurück zum flachen Bildraum. Spätestens seit seinem Aufenthalt in Rom bestimmen das Licht und die Farbe als Funktion des Lichts sein Werk. Seit 1993 entstehen die sogenannten „Interferenzbilder“, die er in Bamberg erstmals im Dom in der Ausstellung „Ewige Weite“ vorgestellt hat und jetzt im cœ zeigt. Bildträger sind unterschiedliche Materialien wie Glas, Metall, Papier und Leinwand. Es ist spannend, wie Anton Kokl mit den Farben, d.h. mit den Pigmenten umgeht, die er Acryl, Öl und anderen Komponenten beigibt. Er erreicht eine geheimnisvolle Wirkung, die den Betrachter nie sicher macht, ob er den gewählten Standort wirklich als optimal bezeichnen kann, um die intensive Zwiesprache mit dem Bild oder auch mit dem Künstler zu erreichen.


                Heike Kern (WS 2012/13)  
                Heike Kern lebt in Mainz-Kastell. Im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Arbeit stehen die bildnerischen Grundelemente Punkt und Linie. Sie zeichnet, baut plastische Objekte mit verschiedenen Materialien und Techniken und entwickelt große, temporäre Raumzeichnungen. Für die Ausstellung entsteht u.a. in Zusammenarbeit mit BewohnerInnen des coe eine große Zeichnung, die den Ausstellungsort untersucht und den Blick des Einzelnen auf seine Umgebung zum Gegenstand hat.


                Matthias Strugalla & Irmgard Weber (WS 2014/15)  
                Das Künstlerehepaar Irmgard Weber und Mathias Strugalla lebt und arbeitet in Pirmasens. Die Arbeiten von Matthias Strugalla zeichnen sich durch „fragile Gewissheiten“ aus. Seine Zeichnungen führen den Betrachter in ein hohes Abstraktionsniveau hinein. „Für Strugallas Zeichnungen heißt dies, dass alle dort erkennbare Bildwirklichkeit sich zeichenhaft chiffriert zeigt und sich dadurch ganz selbstverständlich mit der Aura des Rätselhaften gegen einen allzu schnellen Konsum abschirmt. In diesen Zeichen ist soviel Erfahrung des Lebens konzentriert, dass man mit ihnen umgehen sollte, wie mit einem Gedicht: Lesen, lesen und immer wieder lesen!“ (Dieter Brembs). Irmgard Weber bewegt sich in den klassischen Bereichen der Zeichnung und der Malerei. Ihre Werke beschreiben Landschaften in ihrer üppigen Pracht, in Natürlichkeit und Vielfältigkeit, wie in ihrer Geheimnisfülle und auch mit ihrer Vergänglichkeit. Landschaft kann in ihren Arbeiten als „Gesicht des Landes“ beschrieben werden, als „Land in seiner Wirkung auf uns“. Dabei erreicht sie in ihren Bildern ein spannendes Verhältnis der Gegensatzpaare Harmonie und Spannung, Stille und Lebendigkeit sowie Formgebung und Abstraktion.


                Karl Willems (WS 2015/16)  
                Während des Wintersemesters haben wir eine Ausstellung mit Werken von Karl Willems zu Gast. Dem eigenen Blick trauend und ihn zugleich in Frage stellen. Überhaupt die Frage nach dem Blick zu stellen. Das nötigt das Werk von Karl Willems. Ein Maler, der zeichnet; Ein Künstler, der seinen sinnierenden Blick vom Gesehenen aufnimmt, um ihn in Federzeichnung, wie auch in Aquarellen neue Gestalt zu geben. Mit seinen bildnerischen Mitteln vermittelt er das Glück des Sehens, das über die Schnelllebigkeit und Eindimensionalität des Moments hinausreicht. In Kooperation mit dem ebw.


                Jürgen Hill (WS 2016/17)  
                Die 18. Ausstellung im cœ ist erneut einem anderen künstlerischen Medium gewidmet: Der Fotografie. Das Auge des Fotografen wird nicht durch die stets sich galoppierende Verbesserung der Technik ersetzt, im Gegenteil, das Auge des Künstlers ist entscheidender denn je. Jürgen Hill, 1949 geboren, lebt als freischaffender Architekt, Innenarchitekt und Fotograf in Mainz. Stipendien als Auszeichnung für seine künstlerische Arbeit auf dem Gebiet der Fotografie führten ihn nach Burgund und Baku (Aserbaidschan). Seine Arbeiten wurden weltweit präsentiert, beispielsweise im Landesmuseum Koblenz, in Dijon, Montpellier und Paris, in Valencia, Louisville (USA) und Brüssel. Auch diese Ausstellung geht anschließend nach Paris. Jürgen Hill gestaltet seine Werke durch das Licht. Er bringt damit in seiner schwarz-weiß Abbildung unsere Gegenwart auf die knappest mögliche Formel. Der Künstler macht uns den unwiederbringlichen Augenblick bewusst, er nutzt die „Fotografie als eng begrenztes Spiegelbild“ (Susan Sontag).